KINDER helfen KINDER - eine wunderschöne Spendenstory und eine schöne Spende des St. Paulusheim- Gymnasiums BRUCHSAL

im Bild Zwei Schüler, U.Bethelmes (6c St. Paulusheim und G.Schütte, A.Knoll (FUoKK),

Es war ein sehr erfolgreiches Fest in der Klasse 6c des St. Paulusheim Gymnasiums BRUCHSAL mit einer überaus großen Spende ü/€ 2145,00 für die Förderzwecke des FUoKK eV

Am 26. Juni 2017 fuhren wir nach Bruchsal. Wir, das sind Admira KNOLL, Geschäftsstellenleiterin und Gudrun SCHÜTTE, Vorstandsvorsitzende FUoKK

eV und Axel SCHÜTTE (Vorstandsvorsitzender FUoKK Stiftung), waren mit Frau Ulrika BARTHELMES der Klassenlehrerin der 6c verabredet, einen Spendenscheck von der Klasse 6c in Empfang zu nehmen.

Wie es überhaupt zu der Spende kam, das erzählt am besten die Klasse selbst, die ein sehr schöne Display angefertigt hat, das im Prinzip für sich selbst spricht.

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Hallo, wir sind die Klasse 6c vom Gymnasium St. Paulusheim in Bruchsal. Wie jede 6. Klasse des Paulusheims haben auch wir ein Missionsfest unter dem Motto „Kinder helfen Kinder" veranstaltet. Das Missionsfest ist ein Fest, dessen Einnahmen komplett an eine Organisation, die Kinder helfen, gespendet wird. Wir haben uns für den FUoKK (Förderverein zur Unterstützung der Onkologischen Abteilung der Kinderklinik Karlsruhe) entschieden. Die Einnahmen konnten wir durch einen Kuchenverkauf, einer Tombola (deren Gewinne von Geschäften und Fußballvereinen gespendet wurden) und durch den Verkauf von vielen selbst hergestellten Sachen erzielen. Die Kinder hatten die Möglichkeit an tollen Projekten, wie z.B. Mäppchen nähen oder Pralinen herstellen, teilzunehmen. Diese Projekte wurden von Eltern außerhalb der Schule organisiert. Außerdem wurde ein Großteil der Materialkosten sowie Zeit, Mühe und Arbeit gespendet. Trotzdem hatten alle viel Spaß, besonders die Kinder, welche zur Unterhaltung das Theaterstück „Der überaus starke Willibald" aufführten. Das Stück wurde sehr lange während der Schulzeit geprobt. Das Missionsfest, welches am 07.05.2017 in der Aula des St. Paulusheim stattfand, war ein voller Erfolg. Wir haben eine große Summe für den FUoKK erzielen können und darauf sind wir sehr stolz. Nun freuen wir uns, dass wir Euch damit unterstützen können. Natürlich wünschen wir euch alles Gute und viel Glück.

Eure 5c des St. Paulusheim Bruchsal

Soweit die Geschichte rund um die Spende. Das wird auch von Willibald gesprochen - ja, der "überaus starke Willibald" ist eine Geschichte, die als Theaterstück aufgeführt, so manchen von uns Erwachsenen in ihren Bann zieht und bestimmt Gedanken wieder in der Vordergrund schiebt.

Die Geschichte ist:

„Der überaus starke Willibald"

In seinem Buch „Der überaus starke Willibald" erzählt Willi Fährmann einen Teil der deutschen

Geschichte auf kindgerechte Art und Weise: den Nationalsozialismus.

Die Hauptdarsteller in diesem Buch sind Mäuse, an deren Verhaltensweisen das Aufkommen des Nationalsozialismus beschrieben wird.

Das friedliche Zusammenleben der Mäuse wird eines Tages plötzlich gestört.

Lillimaus bemerkt, dass die Tür zum Garten offen ist, und somit eine Katze ungehindert ins Haus kommen kann. In dieser Gefahrensituation gelingt es dem überaus Starken Willibald, die Macht an sich zu reißen.

Er setzt den Präsidenten ab und sich selbst zum Boss über die Mäuse ein. Unterstützt wird er von Mäusejosef.

Die Schuld an der offenen Tür wird auf Lillimaus abgeschoben, denn sie ist schließlich anders als die anderen Mäuse, nämlich ein Albino. Willibald behauptet einfach, durch die Andersartigkeit werde die Katze

angelockt.

Nachdem Willibald die Macht an sich gerissen hat, regiert er mit Angst, Strafe und Gewalt. Durch die von ihm verordnete ständige und teilweise sinnlose Arbeit versucht er, die Mäuse am Denken zu hindern. Sie müssen lernen zu marschieren und Erbsen ausstreuen, um so ein Warnsystem für die Katze zu haben.

 

Willibald lässt die Fenstervorhänge zuziehen - angeblich damit die Katze nicht ins Haus sehen kann. Doch die Wahrheit ist, dass die Mäuse nicht mehr in den Garten sehen können, ob es diese für sie gefährliche Katze überhaupt gibt.

Lillimaus wird schließlich in die Bibliothek verbannt, ein für Mäuse sehr ungünstiger Aufenthaltsort, denn hier lässt sich nichts zu fressen finden.

In Ihrer Einsamkeit lernt Lillimaus schließlich lesen und beginnt, den Mäusen Geschichten vorzulesen.                               Nur zu bald erkennt der Mäusejosef, dass einige Mäuse zu nachdenklich und kritisch werden, und so wird auch das Vorlesen verboten.                                           .           |

Willibald hingegen schmiedet einen kühnen Plan: Er beschließt, den „Mäusehimmel" (Schinken und Wurst an der Decke) zu stürmen. Mit Hilfe von Bauklötzen, die in der Küche stehen, sollen die Mäuse einen Turm zum „Mäusehimmel" errichten.

Nacht für Nacht werden die Mäuse trainiert und schikaniert, um diesen Turm zu bauen. Weil die Nächte dafür zu kurz sind, beschließt Willibald schließlich, die Zeit anzuhalten, indem er die Uhr anhält. Doch wie Mäusephilipp, der Freund von Lillimaus, schon prophezeit hatte, misslingt dieser Plan. Der Turm stürzt in sich zusammen, als die Menschenköchin erscheint. Willibald macht den Mäusephilipp für das Scheitern des Plans verantwortlich und lässt ihn zur Strafe aus dem Fenster in den Garten stürzen.

In der Aufregung fegt Willibald mit seinem Schwanz über den Speck und die Falle Schnappt zu. Mit nur noch der Hälfte seines Mäuseschwanzes ist er nun nicht mehr so furchteinflößend und stark wie Zuvor. Die Herrschaft von Willibald und Mäusejosef bricht zusammen und die alte Lebensweise kehrt wieder bei den Mäusen ein. „Der überaus starke Willibald" ist mehr als nur ein Kinderbuch. Es ist durchaus auch ein lesenswertes Buch für Erwachsene und vor allem aber eine Aufforderung zu Menschlichkeit und freier Meinungsäußerung. ""

Das alles ist der Rahmen der die schöne Spende umgibt. Wir stellen davon etliche Bilder ein.

Nachdem Gudrun SCHÜTTE ihre beiden Mitstreiter vorgestellt hatte, erzählte sie einiges über ihre jetzt 30jährige Fördertätigkeit in und für die onkologische Station der Kinderklinik Karlsruhe. Die Schüler parierten mit gezielten Fragen zu onkologischen Krankheiten, deren unterschiedliche Heilungschancen und vor allem - was ist mit den Gechwisterkindern. Auf alles konnte Gudrun SCHÜTTE erschöpfend Auskunft geben. Die Kinder waren beeindruckt von den vielen Förderprojekten, die FUoKK eV in der langen Bestehenszeit fürdie onkologische Station begleitet. Es war für die Schüler interessante zu erfahren, daß die Klinik eine Lehrkraft beschäftigt, die die Kinder unterrichtet und versucht, deren Schullevel zu halten, damit die Patienten nach eines stellenweise 6,8 und noch längeren Rekonvaleszenz- Zeitraumes wieder Anschluß an ihre Schulklasse und deren Lehrstoff finden.

Es war eine sehr schöne Spendenübergabe, bei der die Schüler sicher waren und jetzt auch sein können, die Spende an die richtige Stelle getätigt zu haben.

Fotos + Texte: Klasse 6c

redaktioneller Beitrag und Bilder von der Spendenübergabe: ase

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