KSC-Profis singen und musizieren mit krebskranken Kindern - Keinerlei Berührungsängste

Auf Tuchfühlung mit den KSC- Spielern / Foto: ase

17 Kinder im Alter von zwei bis 18 Jahren werden derzeit auf der kinderonkologischen Stati­on des Städtischen Klinikums Karlsruhe medizinisch betreut. Und die staunten nicht schlecht, als am vergangenen Dienstag plötzlich acht Spieler des KSC nebst Trainer Markus Kauczinski, Torwarttrainer Kai Rabe und Pressesprecher Jörg Bock vollgepackt mit Autogramm­karten und Geschenken die Station „Regenbogen" betraten.

Bereits zum siebten Mal besuch­te eine Abordnung des Fußball-Zweitligisten in der Vorweihnachts­zeit die Kinderkrebsstation, um den jungen Patienten für ein paar Stunden eine Ablenkung vom tris­ten Klinikalltag zu verschaffen. Or­ganisator der Aktion war auch in diesem Jahr der Förderverein zur Unterstützung der onkologischen Kinderklinik Karlsruhe (FUoKK).

Auf Tuchfühlung mit den KSC- Spielern / Foto: ase

„Vor Wochen wurden die Kinder nach ihren Wünschen befragt, und diese haben wir dann an den KSC weitergeleitet", verriet FUoKK-Vorstandsmitglied Michael Walter, der vom neuerlichen Engagement des Zweitligisten ebenso beein­druckt war wie FUoKK-Mitglied Axel Schütte: „Allein durch ihre Anwesenheit gelingt es den Spie­lern, dass die Patienten ihr Schick­sal für einige Zeit vergessen."

Angeführt wurde der Spielertross von Mannschaftskapitän Dirk Orlis­hausen, der ebenso wenig Berüh­rungsängste zeigte, wie seine Kol­legen Koen van der Biezen, Daniel Gordon, Jan Mauersberger, Domi-nic Peitz, Sebastian Schiek, Martin Stoll und Rene Vollath. Gemein­sam mit Musiktherapeutin Regine Schiefer musizierten und sangen die Profis mit den Kindern, ehe sie ihnen im Anschluss ihre Geschenke.

überreichten, welche Dirk Orlis­hausen höchstpersönlich einge­kauft hatte. Bezahlt wurden die Mitbringsel im Übrigen aus der Mannschaftskasse. „Ich bin froh, dass es mir gelungen ist alle Wün­sche zu erfüllen, wenngleich es nicht ganz einfach war. Die Lego-Yacht für die neunjährige Jule bei­spielsweise war überall in Karlsru­he ausverkauft. Aber zum Glück gibt es ja Ebay!", schmunzelte der 31-Jährige, der nicht nur allen Ver­antwortlichen der Station, sondern auch dem FC Bayern München ein großes Lob zollte: „Ein Kind hat sich eine Mütze des FCB ge­wünscht, und nicht einmal zwei Tage nach unserem Anruf ist das Paket aus München eingetroffen, das zudem ein Jahrbuch und einen Kalender enthielt."

Wie seine Spieler verbrachte auch Markus Kauczinski zwei kurz­weilige, aber auch beeindrucken­de Stunden auf der Station „Re­genbogen": Es ist bewegend zu sehen, wie stark und ungebrochen diese Kinder sind, und welch enor­mer Kampfgeist in ihnen steckt!"  (Text: Andreas Kleber)

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